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Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage


Im Sommer 2013 ist es engagierten Schülerinnen und Schülern der Europaschule Gymnasium Teterow gelungen, die Voraussetzungen einer "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" zu erfüllen.
87 % aller Schulmitglieder haben sich durch eine Unterschrift bewusst gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt ausgesprochen.

Die feierliche Titelverleihung fand am 25. Februar 2014 mit allen Schulmitgliedern in der Sporthalle des Gymnasiums statt.

Für die Mitglieder der Schülerinitiative war dieser Tag ein unvergessliches Ereignis, um nicht nur innerhalb der Schulmauern ein Zeichen zu setzen, sondern ganz Teterow und Umgebung zu zeigen, dass wir extremistische Bewegungen ablehnen und uns zur Demokratie sowie zu Menschenrechten bekennen. Ein abwechslungsreiches Programm mit Schülerbeiträgen sowie musikalische Highlights der Paten Susi Koch und der Musikgruppe "Zaunpfahl" begeisterten alle Teilnehmer, ließen aber auch nachdenklich werden.

Vorab belebte das Projekt bereits den Schulalltag durch zahlreiche Aktionen wie zum Beispiel Sandwichverkauf oder Kuchenbasar – "Kuchen gegen Rassismus, Waffeln mit Courage".
Mit den erzielten Einnahmen wurden Luftballons mit dem Logo "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" zur Dekoration sowie das Schild für die Titelverleihung finanziert, welches in Zukunft unsere Europaschule zieren wird.

Auch nach der Titelverleihung wird die Schülerinitiative aktiv sein, um dem Titel auch zukünftig gerecht zu werden. Projekte und Ideen zum Thema Diskriminierung und insbesondere Rassismus sollen entwickelt werden, um immer wieder bewusst zu machen, dass wir nur eine Flagge zeigen: SoR – SmC !

Maria Schütt, Lehrerin und Maren Ott, Schulsozialarbeiterin


Alle für den Einen in Not

Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage – diesen Titel trägt das Teterower Gymnasium jetzt offiziell. Als 28. Schule im Land. Eine Schülerinitiative machte sich stark und 87 Prozent aller Schüler, Lehrer und Mitarbeiter machen mit.

Teterow. Ein Neuer kommt in die Klasse. Gleich die erste Leistungskontrolle zeigt: der hat was auf dem Kasten. Hausaufgaben macht er auch noch. Streber, schallt es ihm nur noch entgegen. Und dann wird er auch noch im Internet gemobbt. „Verpiss dich, raus aus unserer Klasse“, stimmen die sogenannten „Mit“schüler schließlich an. Der Junge nimmt sich das Leben.

Diesmal ist es nur ein Theaterstück. Doch Teterower Gymnasiasten führen in beklemmender Weise vor Augen, wohin Ausgrenzung und Mobbing führen können. Still ist es auch, als Susi Koch zum Mikro greift. Als sie in der siebenten Klasse ans Gymnasium kam, hatte sich bald eine Mädchenclique gegen sie verbündet. „Sie holten mich zum Spielen raus, aber nur, um mich zu demütigen und zu verhauen“, denkt die Sängerin und Songwriterin zurück.

Sie, deren Leidenschaft schon immer die Musik war, wechselte damals ans Musikgymnasium. „Unsere Aufgabe ist es, das Wort zu erheben, unsere Kinder stark zu machen“, sagt sie. „Ich freu‘ mich, dass hier so viele gegen Diskriminierung und Ausgrenzung sind, da haben auch Extremisten wenig Chancen, Fuß zu fassen“, fügt Andreas (Goethe) Grevesmühl von der Band Zaunpfahl hinzu.

Gemeinsam mit den Gymnasiasten setzen die beiden Musiker als Paten ein Zeichen für „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“. Dieser Titel wurde der Europaschule Gymnasium Teterow jetzt offiziell verliehen – als 28. Schule in Mecklenburg-Vorpommern. Bundesweit gibt es 1300 Schulen, die diesen Titel tragen. „Er ist Selbstverpf lichtung für die Gegenwart und die Zukunft“, sagt Schulleiterin Monika Klaaßen.

Im vergangenen Jahr haben Schüler aus den Klassenstufen sieben bis elf die Initiative ergriffen. „Wir wollen nicht nur innerhalb der Schulmauern ein Zeichen setzen, sondern ganz Teterow und Umgebung zeigen, dass wir extremistische Bewegungen ablehnen und uns zur Demokratie sowie zu Menschenrechten bekennen“, sind sich Maria und ihre Mitstreiter in der Schülerinitiative einig. 87 Prozent der Schüler, Lehrer und Mitarbeiter des Gymnasiums wissen sie hinter sich.

Mit ihrer Unterschrift sprechen sie sich gegen alle Formen von Diskriminierung und Rassismus, für ein gewaltfreies und respektvolles Miteinander aus, das über die Schule hinaus in die Stadt Teterow hineinwirkt. So steht es auch auf der Urkunde, die Landeskoordinatorin Katrin Schulz der Schülerinitiative überreichte. Die hatte noch Ende 2013 die Wanderausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung „Demokratie stärken und Rechtsextremismus bekämpfen“ in ihre Schule geholt. Weitere Projekte werden stattfinden – gegen Diskriminierung, Mobbing oder Ausländerfeindlichkeit – kündigen die Schüler an. Jetzt bringen sie am Gymnasium aber erst einmal das Schild zur Auszeichnung an, das sie im übrigen selbst finanziert haben.

Kontakt zur Autorin s.pagenkopfatnordkurier.de
Ein Artikel aus dem Nordkurier, Mecklenb. Schweiz Teterow, vom 26. Februar 2014, Seite 16. Copyright Nordkurier 2014



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